Aus Wallenhorst nach Singapur: Tech-Made-in-Niedersachsen

VIDA hat seinen Hauptsitz in einer 25.000-Einwohner-Gemeinde im niedersächsischen Wallenhorst. Warum das kein Zufall ist — und warum es funktioniert.

Von robell

Wallenhorst, Landkreis Osnabrück. 25.000 Einwohner. Keine Tech-Konferenzen, kein Venture-Capital-Hub. Hier hat die VIDAvelopment GmbH ihren Sitz — und liefert Software an Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin, sowie Kioske an Europcar-Franchises in Singapur.

Warum nicht Berlin oder München?

Drei Gründe. Erstens: wir bauen für Kunden in regulierten Branchen — Gesundheit, Mobilität, Energie. Diese Kunden sind selten in der Großstadt. Sie sind in mittelgroßen Städten, in Konzern-Zentralen in der Region. Physische Nähe zählt.

Zweitens: die Mietkosten in Wallenhorst sind ein Bruchteil von Berlin-Mitte. Das Geld, das wir nicht in Repräsentationsräume stecken, geht in Senior-Engineering-Gehälter. Wir können uns Talente leisten, die in der Großstadt für Konzerne arbeiten müssten.

Drittens: Remote-First seit Tag eins. Unser Team arbeitet aus Niedersachsen, Griechenland und Berlin. Wallenhorst ist die rechtliche Heimat, nicht der einzige Arbeitsort.

Was wir aus der Region mitbringen

Niedersachsen ist Mittelstand-Land. Mittelstand denkt langfristig, baut Beziehungen über Jahrzehnte, schätzt Verlässlichkeit höher als Geschwindigkeit. Genau diese Werte spiegeln sich in unserer Engineering-Kultur. Wir bauen Produkte, die in zehn Jahren noch laufen — nicht Pitches für die nächste Funding-Runde.

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