Engineering statt Vibe-Coding

Wir bauen seit sechs Jahren Produkte für regulierte Branchen — und haben gelernt, was den Unterschied macht zwischen einem Prototypen und einem System, das in einem Krankenhaus läuft.

Von robell

Ein Demo zu bauen ist einfach geworden. KI-Tools liefern in zwei Stunden ein funktionierendes Frontend, drei Prompts später eine Datenbank-Schicht. Was sie nicht liefern: ein System, das im Krankenhaus läuft, wenn um drei Uhr nachts eine Aufnahme stockt und der Diensthabende sich auf die Software verlässt.

Bei VIDAvelopment unterscheiden wir zwischen dem, was wir Vibe-Coding nennen — schnell zusammengeklickte Lösungen, die in einer kontrollierten Umgebung beeindrucken — und Engineering: dem disziplinierten Aufbau von Systemen mit Threat-Modeling, Lasttests, Observability und SLAs.

Was Engineering konkret bedeutet

Wir arbeiten nach einem fünfstufigen Prozess: Discover, Architect, Build, Ship, Operate. Jede Stufe hat klare Artefakte. Vor jedem Major-Release läuft ein externer Pen-Test. Jeden Monat ein Dependency-Audit. Quartalsweise ein Business-Review mit dem Kunden, in dem wir Uptime-Zahlen, Incident-Reports und Roadmap-Updates gemeinsam durchgehen.

Das macht uns nicht schneller. Es macht uns haltbarer. Unsere ältesten Systeme laufen seit 2020 ohne Datenverlust, ohne Sicherheitsvorfall, ohne Refactoring-Marathon. Das ist kein Glück.

Warum das in Healthcare zählt

Wenn ein Krankenhaus VIDA nutzt, ist die Software nicht das einzige System im Einsatz — sie ist ein Teil eines Stacks aus KIS, Pflege-Apps, Patientenakten und Verwaltungs-Tools. Jedes Update muss sich in diese Landschaft einfügen, ohne andere Komponenten zu brechen. Das geht nur mit klaren API-Contracts, Versionierung und Backward-Compatibility — also genau dem, was Vibe-Coding routinemäßig opfert.

Wir liefern bewusst langsamer. Dafür liefern wir Systeme, die nicht in zwei Jahren ersetzt werden müssen.

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